wirtschaft.schmalkalden.de - Das Wirtschaftsportal der Stadt Schmalkalden

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Motiviert bis in die Tafelspitzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Killenberg   
Dienstag, den 01. Februar 2011 um 07:45 Uhr

Die künftigen Eigentümer des Henneberger Hauses strotzen vor Elan. Am Mittwoch nahmen sie sich Zeit für einen Besuch in ihrer neuen Heimatstadt und für ein Gespräch mit der Heimatzeitung.

Schmalkalden - Marcel Schienemann und seine Lebenspartnerin Stefanie Gerber waren noch keine fünf Minuten in ihrem künftigen Hotel, als ein älterer Herr an die Tür klopfte. "Der Mann strahlte über das ganze Gesicht und wünschte uns viel Erfolg", erzählt der 32-Jährige. Durch Hörensagen und erste persönliche Kontakte sei ihm sehr wohl bekannt, dass die Schmalkalder aufgeschlossen und gastfreundlich sind, aber die Begeisterung und das große Interesse habe ihn schon überrascht.

Der Geschäftsmann, der seit neun Jahren als Selbstständiger in der Hotel- und Gastronomiebranche arbeitet, ist akurat gekleidet. Bereitwillig beantwortet er alle Fragen. Er weiß, dass sein Engagement in Schmalkalden von vielen Seiten interessiert verfolgt und beäugt wird. Schienemanns Blick schweift durch den Wintergarten. Wenn es nicht so kalt wäre, könnte man den Eindruck gewinnen, dass der letzte Gast erst vor wenigen Stunden die Gaststube verlassen hat. In der geräumigen Lobby - "einfach traumhaft" - erinnern lediglich Kataloge und Prospekte an den zweijährigen Leerstand. Dass das Gebäude nicht verkommen oder zerstört worden ist, ist vor allem Hausmeister Heinrich zu verdanken. Seit mehr als zehn Jahren steht der Grumbacher im Dienst des DRK Weimar. In den vergangenen zwei Jahren bewachte er das Hotel wie seinen Augapfel. Trotzdem gelang es Langfingern, das eine oder andere zu stibitzen, wie Kupfer vom Dach oder die gusseisernen Fußabtreter.

Seit er mit seiner Lebenspartnerin beschlossen hat, das Objekt zu kaufen und zu einem Vier-Sterne-Hotel herauszuputzen, schmiedet das Paar Pläne. "Es war Liebe auf den ersten Blick", erinnern sie sich an ihren ersten Besuch. Nicht nur das Haus habe sie begeistert und die Möglichkeiten, die es bietet. Die Landschaft sei traumhaft, schwärmt Stefanie Gerbert, 27 Jahre jung.

Zweieinhalb Jahre war das Paar auf der Suche nach einem passenden Objekt. Das Angebot des Hotel- und Gaststättenverbandes kam wie gerufen. Spätestens im März sollen alle Verträge unterzeichnet sein. Über den Kaufpreis haben Schienemann und das DRK Weimar, seit 1997 Eigentümer des Hotels, Stillschweigen vereinbart. Investieren will er insgesamt 1,8 Millionen Euro. Diese fließen vor allem in den Umweltschutz, sagt der Jungunternehmer. So plant er den Bau einer biologischen Kläranlage und eines Blockheizwerkes. Aber auch die Räume und die Hotelzimmer, 49 an der Zahl, werden renoviert, der Aktiv- und Wellnessbereich modernisiert und erweitert. Das neben dem Hotel stehende Wohnhaus soll zu einem Ferienhaus umgebaut werden. "Wir bereiten die Sanierung bereits vor", sagt der junge Nann. Service und Qualität - darauf legen der Hotelier und die Restaurantfachfrau allergrößten Wert.

Immerhin wollen beide mit vier Sternen werben und um diese zu bekommen, müssen entsprechend des Zertifizierungskatalogs bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die hohen Ansprüche, die sie an sich selbst stellen, erwarten sie auch vom künftigen Personal. Mit 19 Fachkräften werden Schienemann und Gerber im Herbst dieses Jahres starten und sie wollen junge Leute selbst ausbilden.

Klar getrennt sind auch die Aufgabenbereiche: Der Mann übernimmt die Vermarktung des Hotels. Der neue Name ist noch geheim. Die Frau kümmert sich um die Restaurants. Zwei soll es geben, eine Gaststube "Henneberger Haus" mit einem eher rustikalen Charakter und ein Restaurant für gehobenere Ansprüche.

Quelle: Freies Wort - Susann Schönewald

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Februar 2011 um 07:48 Uhr
 
Mehr als die Hälfte der neuen Jobs ist befristet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Killenberg   
Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 07:16 Uhr

Suhl/Erfurt - Nicht nur die Wirtschaft vermeldet derzeit eine Erfolgsmeldung nach der anderen: steigende Umsätze, deutlich mehr Aufträge und die Bereitschaft zu Investitionen. Auch auf den Arbeitsmarkt schlägt sich der rasante Neustart nach der Wirtschaftskrise nieder. So hatten in Südthüringen im vergangenen Jahr zum Beispiel geringqualifizierte Arbeitslose überdurchschnittlich gut Chancen, wieder einen Arbeitsplatz zu finden, wie Wolfgang Gold, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Suhl, berichtet. So ging die Zahl der Arbeitslosen ohne Berufsabschluss im vergangenen Jahr von 3879 auf 2976 zurück. Der Rückgang um mehr als 23 Prozent liege deutlich über dem Landesdurchschnitt von 17,5 Prozent und auch über dem der Landesarbeitsagentur, die auch noch Sachsen-Anhalt umfasst. In beiden Bundesländern gemeinsam betrug das Minus 14,8 Prozent.

Qualifikation soll helfen

Laut Gold fanden 626 Langzeitarbeitslose ohne Berufsabschluss einen neuen Arbeitsplatz, hinzu kommen 276 Personen, die kürzer als ein Jahr arbeitslos waren. Gold sieht in den Zahlen allerdings noch keinen Grund zum Feiern. "Diese Entwicklung muss fortgeführt werden", sagt er. Helfen soll dabei zum Beispiel die gezielte Qualifikation. Doch die Vermittlungserfolge haben auch Schattenseiten. So entstehen mehr als zwölf Prozent der neuen Arbeitsplätze in Thüringen in der Zeitarbeit, wie Kay Senius, Chef der Regionaldirektion für Arbeit in Halle, kürzlich in Erfurt berichtete. Gesundheitsberufe und die Industrie folgen mit einem Anteil von vier Prozent und 2,5 Prozent an den neu geschaffenen Arbeitsplätzen erst mit deutlichem Abstand.

Erfurt bei Leiharbeit vorn

Bedenklich ist laut Senius zudem die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der neu geschaffenen Arbeitsplätze zeitlich befristet sei. In Zeiten des Fachkräftemangels und in denen noch immer Fachkräfte aus Thüringen abwandern, seien das keine Bedingungen, um Menschen an den Freistaat zu binden, sagte Senius und forderte die Unternehmen zum Umdenken auf. Er verwies auf das ohnehin sinkende Potenzial an Arbeitnehmern in Thüringen, das schon allein durch den Geburtenknick schrumpfe. Fachkräfte suchten neben einer spannenden Aufgabe und guten Aufstiegschancen eben vor allem die Sicherheit eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses und einer guten Bezahlung.

Bei der Zeitarbeit nimmt die Stadt Erfurt nach Angaben der Regionaldirektion eine bundesweite Spitzenposition ein. Nur in Hamburg und München werden - in absoluten Zahlen betrachtet - noch mehr Menschen in Leiharbeit vermittelt.

Quelle: Freies Wort - Jolf Schneider

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 14:30 Uhr
 
Star am Schmalkalder Tourismushimmel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Killenberg   
Dienstag, den 18. Januar 2011 um 07:56 Uhr

Einfach erstklassig: Zwei Ferienwohnungen im Wirtshaus "Ehrental" dürfen sich ab sofort mit fünf Sternen schmücken.

Schmalkalden - Für die Gäste nur das Beste: Wer in den beiden Ehrentaler Ferienwohnungen von Kati und Ralf Schippel ab jetzt seinen Urlaub verbringt, bekommt nur das Allerbeste. Beide Domizile erhielten zum Jahresanfang entsprechend den Klassifizierungsrichtlinien des Deutschen Tourismus-Verbandes (DTV) fünf Sterne. Der DTV mit Sitz in Frankfurt war 1902 als Bund Deutscher Verkehrsvereine" gegründet worden.

Freude riesengroß

Verständlich, dass die Freude beim Gastgeberehepaar Kati und Matthias Schippel riesengroß war. "Mit vier Sternen waren die zwei Wohnungen bereits in den Katalogen eingetragen", informierte Tourismusfachfrau Marina Heldt. Neu hinzu gekommene Spülmaschine und Tresor ließen die beiden Ferienobjekte jetzt in die Erstklassigkeit aufsteigen. Wobei die Anforderungen des Deutschen Tourismus-Verbandes in puncto Fünf-Sterne-Wertung kein Pappenstiel sind. Es gibt rund zehn Bemessungskriterien von A wie Aussicht bis Z wie Zufahrt. Der Bewertungsmaßstab wird in regelmäßigen Abständen weiterentwickelt.

Außer einer erstklassigen Gesamtausstattung mit besonderen Zusatzleistungen im Servicebereich wird auf eine herausragende Infrastruktur des Objektes geachtet. Zudem spielt dessen großzügige Ausstattung in besonderer Qualität eine Rolle. Und auch auf einen sehr gepflegten und exklusiven Gesamteindruck, der allen technischen Komfort einschließt, kommt es an. Ein letztes Kriterium ist der Erhaltungs- und Pflegezustand, der selbstverständlich sehr gut sein sollte. Die beiden Ferienunterkünfte der Familie Schippel entsprechen diesen Richtlinien.

"Unsere Gäste schätzen besonders die großzügige Raumaufteilung und das große Badezimmer", berichtete Chefin Kati Schippel aus Erfahrung. Beide Objekte werden schon seit zehn Jahren vermietet und erfreuen sich bei den Gästen immer großer Beliebtheit.

Von Mai bis Oktober sind sie regelmäßig ausgebucht. Die Schippels können sich dabei auf etliche Stammgäste verlassen. "Die Sterneeinstufung ist für den Gast nicht zuletzt eine wichtige Orientierungshilfe", sagt der Leiter der Schmalkalder Tourimusinformation, Ralf Liebaug. Marina Heldt, Geschäftsführerin des Schmalkalder Vereins für Tourismus, schätzt an den Ferienwohnungen im Ehrental die gute Kombination zum benachbarten Wirtshaus.

"Historisches aus der Gaststube ist auch in den Ferienunterkünften wieder zu finden", meint sie. 2004 schloss ihr Verein mit dem DTV einen Lizenzvertrag ab. Danach sind Marina Heldt und ihre Kollegin Marlene Endter befähigt, Qualitätsmanagementsprüfungen in privaten Ferienwohnungen bis zu acht Betten über den Verein durchzuführen. Freilich geschieht dies nur auf Wunsch der Vermieter. Von den 60 Gastgebern in Schmalkalden konnte der Verein bereits 43 als Vertragspartner zur Klassifizierung ihrer Ferienunterkünfte gewinnen.

Zumeist drei Sterne

Die Einstufung erfolgt für drei Jahre, vergeben werden zwei bis fünf Sterne. Der Hauptanteil in Schmalkalden liegt bei drei Sternen - die konnten schon an 22 Ferienhäuser/Ferienwohnungen und zwei Gästezimmer vergeben werden. Weiter gibt es in der Lutherstadt zwölf Unterkünfte, die mit vier Sternen bewertet wurden.

Die beiden Ehrental-Ferienwohnungen zählen also zu den ganz wenigen, die fünf Sterne ihr Eigen nennen dürfen. "Derartige Unterkünfte sind nicht zuletzt Aushängeschilder für Schmalkalden", so Liebaug. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gibt es nur drei an der Zahl. Außer den zwei Ferienwohnungen im Ehrental schmückt sich gegenwärtig noch das "Haus Juchheim" in Viernau mit fünf Sternen. In ganz Thüringen gibt es 30 Objekte, die eine Qualität von fünf Sternen aufweisen.

Quelle: Freies Wort: Annett Recknagel

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 18. Januar 2011 um 07:59 Uhr
 
Risiken und Nebenwirkungen bei E 10 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Killenberg   
Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 07:36 Uhr

Ab 1. Januar sollte es das neue E-10-Benzin an den Zapfsäulen geben. Doch die Umstellung könnte sich noch etwas hinziehen. Ob das eigene Auto den vorgeblich klimafreundlicheren Sprit verträgt, ist fraglich.

Suhl - Für den Menschen kann erhöhter Alkoholgenuss schädlich sein, für unser Auto kann selbst ein kleines Schlückchen schon zu viel sein. Deswegen wurde zum Jahreswechsel die höchste Alarmstufe ausgerufen: Ende 2010 winkte der Bundesrat eine Verordnung des Bundesumweltministeriums durch und machte damit für das Benzin E 10 ab 1. Januar den Weg frei. Der neue Kraftstoff wird aufgrund einer EU-Richtlinie eingeführt. Er soll helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Abhängigkeit vom Öl verringern.

In der Abkürzung E 10 steht "E" für Ethanol, einem Biokraftstoff, der umgangssprachlich auch als Alkohol bezeichnet wird. Die "10" gibt an, dass 10 Prozent Ethanol dem Benzin beigemengt ist - eine Mischung, die für rund 90 Prozent aller zugelassenen Pkw zu hochprozentig sein könnte. Der ADAC rät daher, die Verträglichkeit des Biosprits abzuklären und warnt vor irreparablen Schäden. Als gefährdet gelten Motorteile aus Aluminium sowie ethanolunverträgliche Kunststoffdichtungen oder Schläuche. Werden Leitungen porös, kann sich Benzin an heißen Motorenteilen entzünden. "Insbesondere die durch das Ethanol ausgelöste Aluminiumkorrosion ist problematisch, weil selbst ein einmaliger falscher Tankvorgang die Korrosion herbeiführen kann", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer.

Für viele ein erschreckender Gedanke, der zu Unsicherheit an der Zapfsäule führen kann. Maurer sieht es weniger dramatisch: "Man kann sich relativ leicht Gewissheit verschaffen, ob das Auto E 10 verträgt." Zum Beispiel im Internet beim ADAC oder bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), beim Händler oder beim Hersteller. Rund 3,5 Millionen Autos vertragen den neuen Sprit nicht, bei Marken wie Audi, Ford, Opel, VW oder BMW sind abhängig vom Baujahr fast alle Modelle E 10-tauglich, bei Mercedes fast alle nach 1991 produzierte Wagen. Allerdings können auch neuere Pkw allergisch auf E 10 reagieren, mitunter sind die Kalenderwochen des Produktionszeitraums entscheidend, so zum Beispiel bei einigen 2004er- und 2005er-Ausführungen des VW Golf V.

Wer sein Auto oder Motorrad falsch betankt, sollte sofort den Finger vom Abzug der Zapfpistole nehmen, seinen Wagen stehen und abpumpen lassen. Autos mit E 10-Unverträglichkeit können weiter mit dem alten Kraftstoff mit fünfprozentigem Ethanol-Gehalt betankt werden, den die Tankstellenbetreiber in Deutschland auf unbefristete Zeit weiter anbieten müssen.

Starke Verunsicherung

Schon seit drei Wochen spürt Klaus Pfannstiel, Betreiber einer Avia-Tankstelle in Breitungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen), eine starke Verunsicherung bei seinen Kunden. "Seit Mitte Dezember wird verstärkt nachgefragt, zwei- bis dreimal am Tag. Die Leute sehen das neue Benzin sehr kritisch, besonders ältere Leute sind skeptisch", sagt er. Der Bio-Sprit - ein Schreckgespenst - das derzeit aber noch nirgendwo erhältlich ist. Frühestens im Februar werde es den neuen Kraftstoff geben, verkündete der Mineralölwirtschaftsverband. Große Tankstellenketten wie Aral haben angekündigt, im Laufe des ersten Quartals mit E 10 an den Start zu gehen. "Wann genau, kann ich noch nicht sagen", hält sich Aral-Sprecher Detlef Brandenburg bedeckt.

Vertreter von Tankstellen- und Mineralölverbänden verweisen auf die kurze Vorlaufzeit der Politik und den Umfang der Umstellung. "Das ganze System muss geändert werden. So schnell funktioniert das nicht", sagt Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Zentralverbands des Tankstellengewerbes (ZGT). Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen (bft), geht davon aus, dass es ab März für die Mitglieder "ernst" wird. An einigen der rund 14 000 Tankstellen in Deutschland dürfte es sogar erst Mitte des Jahres soweit sein.

In den Erdölraffinerien, die den Kraftstoff nach DIN-Normen mischen, muss zunächst ein auf 10 Prozent Ethanol abgestimmter Grundkraftstoff erzeugt werden, dem dann der Alkohol beigemischt wird. Auch die Lagerung, Handhabung und Lieferung des problematischen Biokraftstoffes und des Ethanols will vorab geregelt sein. Bft-Chef Zieger schätzt, dass die Raffinerien warten könnten, bis Ende März ohnehin vom frostresistenteren Winterbenzin auf die "Sommerware" umgestellt wird. An den Tankstellen müssen zudem Zapfsäulen und Preismasten mit "Super E 10" neu beschriftet, Kassensysteme angepasst, Tanklager geleert und eventuell neu verrohrt werden.

Ist die Umstellung vollzogen, wird es "interessant", wie der Kunde reagiert, sagt Karin Retzlaff, des Mineralölwirtschaftsverbandes, ob er zum neuen Bio-Benzin greift. Sie ist da eher skeptisch. "Das Auto ist des deutschen Lieblingskind, da geht man kein Risiko ein", sagt Retzlaff, die vermutet, dass der alte E 5-Kraftstoff bevorzugt wird. Für Stephan Zieger alles eine Frage der Zeit - und des Preises: "Das ist ungefähr so kompliziert wie die Einführung der fünfstelligen Postleitzahl." Er vermutet, dass beim ersten Tanken vielleicht noch das alte Benzin gewählt wird, beim zweiten oder dritten Tankgang aber E 10, "wenn man sieht, dass das andere Produkt günstiger ist". Zieger meint: E 10 wird das neue Massenprodukt - und das Massenprodukt sei immer das günstigere. "Tanken geht immer über den Geldbeutel", betont Zieger.

Eine Frage des Preises

Die entscheidende Frage dürfte sein, wie sich die Preise des neuen E 10 zum alten E 5 verhalten. E 10 ist in der Herstellung nur geringfügig teurer, weil Ethanol mehr kostet als fossiles Benzin. Zu befürchten ist auch eine Weitergabe der Umstellungskosten an die Verbraucher. Mineralölkonzerne müssen jedoch eine Biokraftstoffquote von 6,25 Prozent erfüllen, die sie ohne E 10 nicht erreichen würden. Wird die Quote unterschritten, drohen empfindliche Strafzahlungen.

Der Verkauf der neuen Sorte könnte, so vermutet der ADAC, mit Preisvorteilen beworben werden. "Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder der E 10-Preis wird künstlich niedrig gehalten oder der alte E 5-Kraftstoff wird verteuert. Dreimal darf man raten, was passiert", mutmaßt ADAC-Sprecher Maurer. Er könnte mit seiner Vermutung richtig liegen, denn mit dem Lamentieren über die kostenintensive Einspeiseregelung von E 10 scheint die Mineralölbranche, ähnlich wie die Stromwirtschaft mit der Ökoenergie, bereits den Nährboden für künftige Preiserhöhungen zu pflügen.

Der Breitunger Tankstellenbetreiber Klaus Pfannstiel will voraussichtlich Mitte des Jahres auf E 10 umstellen. "Ich sehe das ganze gelassen. Ich mache das schon seit 20 Jahren und habe in der Zeit schon genug Änderungen mitgemacht."

Quelle: Freies Wort - Christopher Eichler

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 07:41 Uhr
 
Studenten treffen Unternehmer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Killenberg   
Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 07:36 Uhr

Das neue Jahr hat erst begonnen, doch die studentische Unternehmensberatung stubs blickt bereits weit voraus - und zwar auf die im Mai stattfindende 11. Firmenkontaktmesse SMILE!.

Schmalkalden - Gerade in Schmalkalden gibt es viele gut ausgebildete Fachkräfte. Diese kommen nicht nur aus der Fachhochschule Schmalkalden, sondern auch aus dem Berufsbildungszentrum oder mittelständischen Unternehmen der Region, sagt Maik Elflein, Vorstandsvorsitzender der Studentischen Unternehmensberatung Schmalkalden e. V. (stubs). Allerdings sollten gerade mittelständische Firmen der Region den Zug nicht verpassen und sich frühzeitig um den Fachkräftenachwuchs bemühen, legt der junge Mann den Unternehmern ans Herz. Eine gute Möglichkeit, die jungen Menschen kennenzulernen, bietet die mittlerweile 11. Firmenkontaktmesse SMILE!, die vom 24. bis 25. Mai an der Fachhochschule Schmalkalden stattfindet. Dort besteht die Chance, sich an einem Tag gleich über 3000 Studenten zu präsentieren, wirbt Elflein bei den Firmen. Die meisten der jungen Leute würden die Unternehmen der Region gar nicht kennen, weil diese mit ihrem Namen und ihren Anforderungen nicht an die zukünftigen Absolventen herantreten, bedauert er. Das habe zur Folge, dass die hier sehr gut ausgebildeten Fachkräfte nach dem Studium scharenweise in die alten Bundesländer abwandern.

Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass sich auf der SMILE! viele Unternehmen aus den alten Bundesländern präsentieren. Dies macht ein Unternehmen bei den Studenten bekannt und hilft dabei erste Kontakte zu knüpfen. Oft wird da der Grundstein für eine Karriere bei dem Arbeitgeber gelegt, der sich vor Ort vorstellt und Möglichkeiten und Chancen aufzeigt. Nicht immer müssen im Unternehmen auch freie Stellen vorhanden sein. Oftmals sind es Praktikantenstellen, die gesucht werden. So kann man frühzeitig das zukünftige Fachpersonal von morgen binden und testen, ob der Student auch als Absolvent in das Unternehmen passt.

Aber auch Firmen, wo die Studenten ihre Diplom-, Master- und Bachelorarbeit schreiben können, sind gefragt. Die so entstehende enge Zusammenarbeit mit dem Studenten und der FH bringt dem Unternehmen unerwartete Marktvorteile, wenn es beispielsweise um ein neues Produkt geht. "Die Frage, die sich mir immer wieder stellt ist, ob die regionalen Unternehmen auf wertvolle Fachkräfte verzichten können", sagt Elflein.

Es sei schade, dass so wenige Aussteller aus der Region die Möglichkeit nutzen, an einem Tag mehr Kontakte zu knüpfen, als es in einem Jahr in der Personalabteilung geschieht. Daneben können Firmenvorträge gehalten oder einfach Beziehungen zu andern Unternehmen geknüpft werden. "Gerade für Firmen aus der Region haben wir besondere Konditionen und würden uns freuen, wenn die Resonanz 2011 etwas höher ist als in den letzten Jahren." Allerdings freue er sich immer wieder darüber, wenn Unternehmen, wie SANDVIK Tooling Supply Schmalkalden, AUTOMOTIVE LIGHTING Brotterode GmbH, aba Personal GmbH Schmalkalden und August Storck KG Ohrdruf, zu Gast sind und die Messe loben, so Elflein. Man sollte auch bedenken, dass die SMILE! nun schon seit elf Jahren von Studenten der stubs neben dem Studium ehrenamtlich organisiert wird. Dabei ist es keine Seltenheit, wenn der Projektleiter mehr als 350 Stunden pro Messe dabei opfert. Für die Aussteller sichert dies aber eine professionelle Durchführung und ein exzellenter Service durch das SMILE!-Team. Weitere Informationen zur Firmenkontaktmesse SMILE! 2011 gibt es unter www.smile-messe.de und für den direkten Kontakt die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Quelle: Freies Wort - red/sö

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 07:41 Uhr
 


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